Press comments
Aargauer Zeitung
Dem spielerischen Element verpflichtet
 
Bad Schinznach Bilder und Skulpturen in der Massena-Scheune

Wenn drei Kunstschaffende ihre Werke präsentieren, ist es bereits eine kleine Gruppenausstellung. Nicht so in der Galerie im Bad Schinznach, wo zwar drei Künstler ihre Exponate präsentieren, aber diese drei sind eigentlich nur zwei. Zugegeben, die Verwirrung ist perfekt und stellt einen witzigen Überraschungseffekt der Ausstellung dar. Des Rätsels Lösung liegt im Künstlerduo von Christoph Landolt und Peter Büschlen, die sich als kreative Einheit eben Chris-Pierre Labüsch nennen. Beide haben sich der Gestaltung von Eisenplastiken und -Skulpturen verschrieben, entwerfen und verwirklichen sie auch gemeinsam. Dahinter verbirgt sich ein längerer Prozess der geprägt ist von intensiven Auseinandersetzungen, aber schliesslich in eine perfekte Zusammenarbeit mündet. Die Resultate sind Eisenplastiken unterschiedlichster Grösse und eindringlicher Wirkung. Zentrales Motiv ist der Mensch, der aus verschiedenen Perspektiven gezeigt und vom Betrachter auch so wahrgenommen werden kann. Aussagekräftige Gestik und formschöne, saubere Gestaltung vereinen sich zu einem ästhetischen Ganzen, das im Widerspruch zum Ausgangsmaterial Eisen fast zierlich zu nennen ist. Freude am spielerischen Element und die Lust, den Betrachter in dieses Spiel einzubeziehen, macht die Begegnung mit den 20 Werken überaus spannend.
 
Intensive Ausstrahlung
Fast doppelt soviel Werke zeigt Armin Strittmatter. Es sind ausschliesslich Bilder, welche sich in das Konzept der Doppelausstellung harmonisch einfügen. So sehr die kräftigen Acrylfarben auf Distanz wirken, so gerne lassen sich Strittmatters Bilder aus der Nähe betrachten. Ihre bestechende Grosszügigkeit basiert auf vielen kleinen Details, welche gekonnt ins Bild gesetzt und zu wirkungsvollen Kompositionen gestaltet wurden. Farbe und Struktur, Form und Detail sind hier die Elemente, mit denen gearbeitet, aber auch gespielt wird. Das Abstrahieren von Eindrücken, das Experimentieren mit Gefühlen und der Sinn für harmonische Farbwirkungen, ergänzen sich zu unbeschwerten, ja heiteren Werken - ohne dass sie dabei ihre Intensität und Ausstrahlung einbüssen.
Die Ausstellung im Bad Schinznach dauert bis zum 12. März. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag, jeweils 14.00 bis 18.30 Uhr. Samstag, 14.00 bis 18.00 Uhr und Sonntag (Finissage) von 11.00 bis 16.00 Uhr. (ms)